Mehltau – ein Endgegner im Garten.
Über Mehltau können Gärtner traurige Geschichten erzählen. Da hat man die Duftwicken, Gurken oder Zucchini mit Liebe und Zärtlichkeit groß gezogen und pfffffft – schon taucht an den Blättern der gefürchtete weiße Rasen auf. Biologisch gesehen ist der Begriff „Mehltau“ ein Sammelbegriff für „Pilzkrankheiten die eine Pflanze befallen“. Gärtnerisch gesehen ist er allzu oft ein Todesurteil. Aber es gilt auch hier: Je besser du deinen Gegner kennst, umso schneller bringst du ihn zu Fall! Lassen Sie uns also einmal den Pilzen auf den Pilz-Pelz rücken, und fangen wir dabei ganz vorne an:
Man unterscheidet zwei Sorten von Mehltau. Den Echten, und den Falschen Mehltau. Das allerdings insinuiert eine Verwandtschaft der beiden „Mehltäuer“, die in der Realität nicht besteht. Denn der „Echte Mehltau“ ist ein Pilz – der „Falsche Mehltau“ ist ein Oomycet. Oomyceten sehen Pilzen zwar ziemlich ähnlich, sind aber als Organismen näher mit Braunalgen verwandt als mit Champignons.
Man kann zusammengefasst also sagen: Ist ein weißer Belag auf dem Blatt, und ist es Sommer und heiß, dann ist es in der Regel „Echter Mehltau“. Sieht man auf dem Blatt das typische Schachbrettmuster und ist das Wetter lauwarm und nass – dann ist es „Falscher Mehltau“.
Sei es, wie es wolle, beiden sollte man an den Kragen gehen, um die Infektionskette zu brechen.
Gegen den „Echten Mehltau“ gibt es einige gute Mittel:
* Schwefelpulver / Auf die Blätter gestreut
* Ackerschachtelhalm-Extrakt / Auf die Blätter gesprüht
* Milch + Molke/ Im Verhältnis 1:8 gemischt. Auf die Blätter gesprüht
* Natron / Im Verhältnis 1 Liter Wasser zu 1 TL Natron + einige Tropfen Seife als Netzmittel
* Blattgrün / Biologisches Pflanzenstärkungsmittel mit Ackerschachtelhalm-Extrakt und Ölen
> Gesprüht wird auf die Blattober- und Blattunterseite. Blätter vollständig benetzen.
> Alle 3 – 5 Tage sprühen
> Morgens oder Abends sprühen – nicht bei starker Sonneneinstrahlung.
Gegen den „Falschen Mehltau“ helfen vor allem Situationsänderungen:
* Es muß Blattnässe vermieden werden
* Gießen Sie Pflanzen von unten und nicht über die Blätter
* Sorgen Sie für gute Luftzirkulation
* Entfernen Sie befallene Blätter und entsorgen sie im Hausmüll
* Ackerschachtelhalm-Extrakt und Knoblauchsud / Auf die Blätter gesprüht
* Blattgrün / Biologisches Pflanzenstärkungsmittel mit Ackerschachtelhalm-Extrakt und Ölen
Für beide gilt:
Bringen Sie befallenes Pflanzenmaterial nie auf den Kompost. Sammeln Sie abgefallene Blätter auf und entsorgen Sie sie im Hausmüll.






