Nach April & nach dem Mai, ist das Jäten bald vorbei!
Im April und im Mai scheint einem der Garten um die Ohren zu fliegen. Beikräuter laufen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf. Da helfen nur Gelassenheit, Humor und gutes Jätewerkzeug. Aber ob für die Arbeit nun eine Hacke (breit?, schmal?, halbrund mit ausgekragter Spitze?), eine Schuffel, ein Kultivator, ein Hori-Hori, ein Jätefinger oder gar eine japanische Jätesichel das richtige Werkzeug ist – wer kennt die schon alle? Na, wir. Und weil jetzt die Zeit des gebogenen Rückens beginnt möchten wir unsere Weisheit gerne mit Ihnen teilen und Ihnen im Blog die wichtigsten und, wie wir finden, besten Jäter vorstellen:
Kleine Handjäter für Ritzen und kleinere Flächen:
Jätefinger sind kleine Jäter die 1 oder 2 einfache Zinken haben. Sie sind Spezialisten für Ritzen, Rillen und sehr schmale Flächen. Der Tiefgang ist meist begrenzt. Das heißt, sie sind ideal durchgejätete Flächen und Fugen frei von Unkraut zu halten.
Handschuffeln sind Oberflächenjäter. Das Blatt der Schuffel arbeitet knapp unter der Oberfläche und schneidet das Unkraut ab bzw. zieht es aus dem Boden. Ein schneller Jäter für kleine Flächen und frisch auflaufendes Unkraut.
Jätesicheln sind in unseren Gärten nicht so oft zu sehen. Schade. Denn sie gehören zu den besten Jätern überhaupt. Scharfes Blatt mit dem man sowohl hacken als auch schuffeln kann. Jätesicheln arbeiten sich ab. Das heißt alle 2 bis 3 Jahre ist eine neue fällig.
Der kleine Sauzahn ist nicht wirklich ein Jäter – er ist eher ein Tiefen- grubber. Das heißt er lockert die Erde eine gute handbreit tief. Wer einen lockeren Boden hat, der kann ihn aber auch gut als Jäter gegen Beikraut nutzen, das Geflechte unter der Erde bildet wie Giersch & Co.
Dieser kleine Handjäter heißt „Fugenkratzer“ aber man kann mit ihm hervorragend jäten und schuffeln. Die Klinge ist schmal und scharf und läßt sich sowohl senkrecht als auch wagerecht einsetzen.
Lindern-Kultivator
Der Von Lindern Kultivator ist eine Art „Dosenöffner“. Er ist ein Spezialist für super harte und geschlossene Böden. Ideal für Stein- und Sandgärten.
Ganz egal für welchen Jäter Sie sich entscheiden, ein guter Handjäter hat:
1) Einen stabilen Griff, der der Hand genügend Platz bietet und im besten Fall hinten und/oder vorne ein wenig aufgewölbt ist damit die Hand nicht rutschen kann.
2) Ein scharfe, stabiles Blatt. Das je nach Aufgabe spitz oder breit geschliffen ist und nachgeschliffen werden kann.
Handhacken – Jäter für gröbere Arbeiten:
Japanische Hacke
Japanische Hacken sind extrem robuste Jäter. Die Köpfe sind sehr schwer. Der Stiel stabil und lang. Das Blatt scharf geschliffen. Mit diesen Hacken wird weit ausholend gearbeitet. Der Spezialist für Grundjätearbeiten bei noch unbearbeitetem Boden.
Dieser Jäter ist ein Zwischending zwischen einer Hacke und einer Schuffel. Unserer Meinung nach ist die japanische Sichelhacke der beste Jäter überhaupt. Wie auch die japanische Jätesichel arbeitet man die Sichelhacke nach und nach ab.
Die ovale Hacke mit der 2-zinkigen Gabel ist der Klassiker unter den deutschen Handjätern. Der lange Stiel sorgt dafür, dass der Kopf mit großer Kraft in den Boden gehen kann. Dieses Gerät ist ein guter Allrounder für kleine Gärten.
Halbmond-Hacke
Diese Handhacke ist perfekt für die Arbeit im Gemüsebeet. Die Halbmond-Hacke hat ein extrem breites Blatt. An der Unterseite geschärft und an einer Spitze ausgekragt. So kommt man gut zwischen Möhren, Lauch & Co.
Kultivatoren werden meistens für die Lockerung von Beeten eingesetzt. Aber sie sind auch passable Jäter. Die langen Zinken mit den scharfen Spitzen arbeiten sich geduldig durch Giersch und ähnliche Lästlinge.
Geforkte Hacke
Auch die Geforkte Hacke kommt aus Japan und hat alle Vorteile einer japanischen Hacke. Super schwerer Kopf, langer und stabiler Stiel, scharfe Zinken. Diese Hacken sind ideal für die tiefe Bearbeitung von Böden.
Ganz egal für welche Handhacke Sie sich entscheiden, eine gute Handhacke hat:
1) Einen langen Griff, der für ausreichend Wucht beim Hacken sorgt.
2) Ein schweres und/oder scharfes Blatt. Das tief in die Erde dringt.
Lange Jäter für große Flächen:
Ein Klassiker im Biogarten. Sauzähne sind Tiefengrubber. Sie lüften den Boden und aktivieren so das Bodenleben Der Sauzahn benötigt einen vorkultivierten, lockeren Boden. Sonst beißt man sich die Zähne aus.
Lange Jätekralle
Die lange Jätekralle ist ideal für die Belüftung und die Beseitigung von schnell aufgelaufenem Beikraut in engen Beeten. Zwei simple Zinken, die als Lüfter aber auch als Hacke eingesetzt werden können.
Die feine Hacke ist ein „Brot + Butter“-Jäter. Mit ihr kann man so gut wie alle Jätearbeiten erledigen. Das schmale, scharfe Blatt arbeitet gut in Reihen und in schmalen Beeten.
Die breite Hacke ist der Jäter der Wahl wenn es gilt größere Flächen zu bearbeiten. Das Blatt ist 12,5 cm breit, geschärft und rechts und links leicht gekragt. Der beste Jäter für Gemüsebeete.
Halbmond-Hacke
Noch ein Spezialist für die Jätearbeiten im Beet. Das Blatt ist nicht so hoch aber dafür mit 16 cm noch breiter und in den Spitzen noch weiter auskragend. Mit der Halbmond-Hacke kann man fein zwischen dem Gemüse arbeiten.
Diamant Schuffel
Diese Schuffel ist ebenfalls ein Spezialist für den Nutzgarten. Das Blatt ist rundum geschärft. Es schneidet das Unkraut kurz unter der Erde ab. Beikraut mit längeren Wurzeln kann man mit den Spitzen jäten.
Das ist die deutsche Standardhacke. Eine Kombination aus einer schmalen Gartenhacke mit langem, geschärften Blatt und einem Kultivator mit geraden Zinken, der ebenfalls als Hacke eingesetzt werden kann.
Kultivator klein
Dieser kleine Kultivator eignet sich weniger zur ersten Bearbeitung von Beeten. Er möchte in lockerer Erde eingesetzt werden. Mit den optimal gewinkelten Zinken jätet und lüftet er den Boden schnell.
Kultivator groß
Der große Kultivator ist eher eine dreizinkige Hacke. Die Zinken sind gerade, lang, scharf und haben unten kleine Blätter. Er eignet sich gut zur Vorbereitung von noch nicht durchgearbeiteten Beeten.
Breite-Schuffel
Ein weiterer Jäter für große Flächen zwischen Gemüsereihen. Die Schuffel ist rundum geschärft und schneidet das Unkraut kurz unter der Erde ab.
Sind ideal für Lüftung und Bearbeitung von lockeren Böden. Und das ist wirklich wichtig. Harte, kompakte Böden sind mit Pendelhacken nicht zu bearbeiten. Die Hacke wird vorwärts und rückwärts durch den Boden bewegt.
Holland-Schuffel
Auch die Holland-Schuffel wird vorwärts und rückwärts bewegt. Dabei arbeitet sie kurz unter der Erdoberfläche und schneidet sowohl bei der Vorwärts- als auch bei der Rückwärts- bewegung das Unkraut ab.
Ganz egal für welche Langjäter Sie sich entscheiden, eine gute Jäter für große Flächen hat:
1) Einen stabilen Holzstiel, der lange lebt und auch kräftiges Arbeiten aushält.
2) Ein scharfes Blatt. Das mit dem Stiel in einem langen Edelstahlschaft verbunden und vernietet ist.
3) Ein Blatt aus Edelstahl. Rostfrei, scharf und robust.


