Schwertlilien: zart wie Seide – zäh wie Leder!
Wer im Sommer den Garten von Monet in Giverny besucht, wird überall frisch gesetzte Schwertlilien sehen. Die kleinen Rhizome, deren Triebe gekappt wurden, sehen erbarmungswürdig aus. Aber kein Mitleid! Die Iris mag diese robuste Behandlung. Ihre Rhizome wollen oberirdisch liegen. Sie mögen es, wenn sie von der Sonne regelrecht „durchgebacken“ werden. Eigenartigerweise sind Bart-Iris in unseren Gärten nicht so häufig zu finden. Das liegt vielleicht am früheren Klima in Deutschland, jener fernen, kühlen, nassen Sommern, denn die meisten Bart-Iris (auch Schwertlilien genannt) sind nicht so wild auf Regen und matschige Böden. Sie räkeln sich gerne in der vollen Sonne und mögen leichte, sandige Böden. Nun, mit knallender Sonne können wir mittlerweile dienen und den Boden kann man mit einer Handvoll Sand leicht auflockern. Wenn Sie Schwertlilien in Ihrem Garten ansiedeln möchten, dann legen Sie los: der August ist ein toller Monat, um Bart-Iris aus den Rhizomen zu ziehen.
1) Pflanze sie im Spätsommer an einen sonnigen Platz!
Bartlilien brauchen leichten, durchlässigen Boden und freuen sich über einen vollsonnigen Standort.
2) Die Rhizome schauen aus der Erde!
Die Rhizome müssen mindestens zur Hälfte aus dem Boden schauen, die Wurzeln müssen in den Boden gesetzt erden. Das erscheint seltsam – sie mögen es so. Kürzen Sie die Blätter auf eine Länge von 10 bis 15 cm ein.
3) Geben Sie der Pflanze genügend Platz.
Bartiris lieben eine gute Luftzirkulation. Die Pflanzen sollten in einem Abstand von ca. 30 cm gesetzt werden.
4) Düngung fördert die Blüte.
Düngen Sie die Iris zweimal im Jahr mit einem niedrig dosierten Biodünger. Einmal im sehr zeitigen Frühjahr und ein Mal nach der Blüte.
5) Teilen Sie die Stöcke regelmäßig.
Auch wenn die Pflanze noch kräftig steht und gesund aussieht – machen Sie es sich zur Gewohnheit große Iris-Stöcke alle 3 bis vier Jahre im Spätsommer zu teilen. Die Stöcke am besten mit einer Grabegabel aufnehmen und dann mit der Hand und einem scharfe, saubren Messer in einzelne neue Rhizome teilen. Ein gutes Rhizom ist daumendick, hat schöne Wurzeln und ein/zwei lange Blätter. Alte Rhizome ohne Blätter können auf den Kompost.
6) Entfernen Sie die Samenkapseln nach der Blüte.
Die Samenbildung benötigt Energie. Die soll die Pflanze besser in die Bildung von Rhizomen und Wurzeln stecken.
7) Schneiden Sie im Spätherbst die Blätter runter.
Wenn Sie das vergessen ist es nicht so schlimm. In kürzer geschnittenen Blättern hält sich die Feuchtigkeit nicht so stark. Das vermindert die Anfälligkeit für Krankheiten.
8) Putzen Sie den Stock im zeitigen Frühling durch
Schneiden Sie im zeitigen Frühjahr alle vertrockneten und beschädigten Blätter kurz. So bleibt eine gesunde Pflanze stehen, die mit neuer Kraft durchtreiben kann.
Eigentlich kann man bei der Teilung und dem Neusetzen von Iris nicht wirklich viel falsch machen – dieses Video von Naturgarten.at fasst noch einmal alle Schritte schön zusammen.








