Das kleine Handschaufel 1 x 1
Die Frage „Ist es egal welche Handschaufel ich kaufen?“ klingt harmlos. Sie hat es aber faustdick hinter den Ohren. 99,5 % aller Gärtner denken nicht weiter über die Wahl ihrer Handschaufel nach. Sie kaufen was ihnen gerade zwischen die Finger gerät. Im schlimmsten Fall ist es eine Handschaufel aus Blech. Im besten Fall ist es eine handwerklich gefertigte Variante. Aber über die Form der Handschaufel machen sich die wenigsten Gedanken. Das ist schade, denn die Handschaufel ist eines der am häufigsten eingesetzten Werkzeuge im Garten. Es gibt sie in unzähligen Formen, optimiert für die unterschiedlichsten Aufgaben. Wir möchten Ihnen heute gerne einmal unsere Lieblings-Handschaufeln vorstellen und erklären, warum Hori-Hori und Handgabel manchmal die besseren Handschaufeln sind….
Die Pflanzkelle
So, meine Damen und Herren, sieht ein Klassiker aus! Die Sneeboer Pflanzkelle gibt es in zwei Größen. Im Look identisch, einzig die Größe des Blatts variiert ein wenig. Das Blatt der Pflanzkelle ist leicht gefaltet, so bleibt die Erde auf der Kelle. Die Ränder sind geschärft damit die Kelle leicht in die Erde gleitet. Diese Handschaufel gräbt mittelgroße, breite Pflanzlöcher. Das Blatt ist aus Edelstahl, handgeschmiedet und extrem robust. Wie bei allen Handgeräte von Sneeboer, ist es mit einem Metalldorn tief in den Griff getrieben. Die Metallmanschette stabilisiert das Blatt im Griff zusätzlich. Der Griff ist aus Eschenholz gefertigt und ergonomisch geformt. Die Hand hat ausreichend Platz. Zum Blatt hin ist der Griff leicht aufgewölbt, sodass auch nasse Hände nicht so leicht abrutschen. Kurz: ein Meisterwerk!
> Wer sich nur eine einzige Handschaufel kaufen möchte, sollte zu diesem Modell greifen. Es gibt auch eine Variante aus Kupfer mit den gleichen Vorzügen.
Die Great Dixter Christopher Lloyd Handschaufel
Diese Handschaufel ist in Zusammenarbeit mit dem Headgardener des Gartens „Great Dixter“ entstanden. Sie trägt den Namen von Christopher Lloyd, dem Gründers dieses legendären englischen Gartens. Die bei uns der Einfachheit halber CL-Handschaufel genannte Kelle ist unser zweiter Favorit. Die Kelle ist schmal und lang. Sie hat innen eine schöne Rundung die ausreichend Erde aufnehmen kann. Das Blatt ist rundum geschärft und vorne leicht abgerundet. Diese Handschaufel ist für die Arbeit in vollen Beeten gedacht. Sie gräbt schöne schmale, tiefe Pflanzlöcher zwischen bestehenden Stauden. Sie eignet sich auch sehr gut für die Arbeit in Blumentöpfen und für das Hochbeet.
> Wer bereits eingewachsene Beete hat und dort nur Korrekturpflanzungen vornehmen möchte, für den ist die Christopher Lloyd Handschaufel die perfekte Wahl.
Das Schmale Handspaten „spitz“
Dieser Handspaten ist schmaler und viel länger als die normale Pflanzkelle. Das Blatt ist gefaltet, kann Erde aufnehmen und läuft in einer Spitze aus. Rundum geschärft wie alle Sneeboer-Werkzeuge. Der Schmale Handspaten ist eine großartige Alternative zur klassischen Pflanzkelle. Vor allem, wenn man in voll bepflanzten Staudenbeeten arbeiten möchte.
> Der Spezialist für enge Beete. Auch perfekt für die Arbeit im Hochbeet, für Pflanztöpfe oder Pflanzsäcke und für das Setzen von kleinen Blumenzwiebeln.
Die Schmale Handschaufel und der Löwenzahnstecher
Diese beiden Handschaufeln sind Spezialisten. Der Löwenzahnstecher ist im Prinzip eine modifizierte Schmale Handschaufel. Anstelle der runden Spitze der Schmalen Handschaufel hat er eine V-förmige Kerbe. Die Ränder des Blattes sind bei beiden Schaufeln scharf geschliffen. Die Schmale Handschaufel ist ideal, um sehr schmale Pflanzlöcher für Pfahlwurzler zu graben. Man kann sowohl mit der Schmalen Handschaufel Löwenzahn und anderes Unkraut stechen, als auch mit dem Löwenzahnstecher tiefe Löcher für Pflahlwurzler graben. Eine der beiden Handschaufeln reicht vollkommen.
> Pflanzschaufeln für sehr schmale, sehr tiefe Pflanzlöcher wie sie für Pfahlwurzler benötigt werden. Auch gut für sehr eng bepflanzte Beete.
Die Pflanzkelle Old Dutch Style
Wie der Name schon andeutet, stammt diese Kellenform aus Holland. Herzkellen dieser Art werden dort traditionell genutzt, um schnell und leicht Blumenzwiebeln zu setzen. Man kann mit diesen Kellen aber auch sehr gut und schnell Pflanzlöcher für Setzlinge graben. Das Blatt der Kelle ist vollkommen platt. Die Seiten sind geschärft. WICHTIG: Diese Kelle ist eine Hiebkelle. Sie wird nicht wie eine Schaufel geführt, sondern mit dem Blatt in Richtung Mensch zeigend, senkrecht in den Boden getrieben. Dann wird die Kelle zum Körper gezogen, so entsteht das Pflanzloch für Zwiebeln oder Pflanzen. Eine sehr, sehr effektive Kelle für Pflanzarbeiten! Vermutlich die beste. ABER: Sie ist nur etwas für durchgearbeiteten, lockeren Boden.
> Hiebkelle für tiefe, mittelbreite Pflanzschlitze in die Blumenzwiebeln und Setzlinge gesetzt werden können.
Die Handgabel
… ist manchmal die bessere Handschaufel. Oder besser gesagt, sie ist eine Art Handschaufel-Zwilling. Die Sneeboer-Handgabel hat schöne breite Zinken, die vorne natürlich geschärft sind. In der Regel ist die Erde im Beet nicht so fein, dass sich ein Loch nicht auch hervorragend mit einer Handgabel graben lässt. Anders als die Handschaufel eignet sich die Handgabel aber auch zum Jäten. Es bleibt also abzuwägen ob man eine Schaufel oder eine Gabel wählt.
> Handgabeln gehören zu der Basisausrüstung eines jeden Gärtners. Ideal ist die Kombi Pflanzschaufel + Handgabel.
Das Hori Hori
Das Hori Hori ist auch keine Handschaufel im klassischen Sinne. Es ist ein japanisches Gartengerät. Eine Mischung aus einer Pflanzkelle, einem Unkrautstecher und einem Handjäter. Wir haben schon Hunderte Hori Horis verkauft. Kein Wunder, denn es unter unsere persönliche Nummer 1 unter all unseren Gartengeräten. Ein Gärtnerleben ohne Hori Hori ist möglich, aber sinnlos. Besitzer stellen schnell fest, dass sie nur noch mit dem Hori Hori im Garten unterwegs sind. Dieses Gartengerät kann einfach alles. Das Hori Hori ist in der Regel aus Japanstahl gefertigt. Es ist etwas sportlicher verarbeitet als die Sneeboer-Handschaufeln. Es ist nicht unkaputtbar. Hebeln und auf die Nase fallen mag es nicht. Aber es ist auch nicht so wahnsinnig teuer. Das ist gut, denn im Eifer des Gefechts lässt man es schon einmal im Beet stecken und findet es dann erst im Winter wieder. Der Trend zum Zweit-Hori hält also an!
> Basisausrüstung eines jeden Gärtners. Ideal für fast alle Arbeiten im Beet: graben, lockern, jäten.
Tissot-Spaten, Great-Dixter-Staudenspaten und -Staudengabel
Diese Drei sind ein interessantes Zwischending zwischen Handschaufel und Spaten. Mit diesen Geräten wird kniend gearbeitet. Es sind Handgeräte. Aber solche, mit denen man zweihändig arbeiten kann. Das ist toll, weil man so deutlich mehr Kraft in den Boden bekommt als mit einer kleinen Pflanzkelle. Welches der drei Geräte man wählt, ist eigentlich egal. Der Tissot-Spaten ist etwas kleiner und hat ein scharfes, V-förmiges Blatt. Das arbeitet sehr gut in verwurzelten Böden. Der Great-Dixter Staudenspaten und die Staudengabel sind im Prinzip Handgabel bzw. Handkelle im Großformat. Alle drei gehören zu unseren Top-Empfehlungen und zählen eindeutig zu den nützlichsten Gartengeräten überhaupt.
> Basisausrüstung für schlaue Gärtner. Sie werden feststellen, dass Sie den Spaten immer öfter in der Ecke stehen lassen.











