the golden Rabbit

Unsere absouten Favoriten in diesem Jahr sind: 

Geum „Totally Tangerine“, hier kombiniert mit der wunderschönen schmalen sibirischen Lilie „Tropic Night“. Geum ist ein Klassiker in den Showbeeten auf Chelsea. Ob in Rot, Gelb oder Rose – Geum legt immer einen großen Auftritt hi. Aber derart satt knallig wie „Totally Tangerine“ haben wir ihn selten gesehen. Sibirische Lilien waren dieses Jahr auch in sehr, sehr vielen Beeten als keine Gruppen oder verstreute Einzelpflanzen zu finden. Mit ihrem schlanken Wuchs fügen sie sich sehr schön in dichte Pflanzungen ein.

Polemonium „Golden Feather“. Das gelb panaschierte Laub dieser Jakobsleiter Sorte  scheint unter Strom zu stehen und zu leuchten. In dieser  Pflanzung kombiniert mit Farn und der hellgelben Trollblume „Trollius cultorum „Taleggio“ (wer kommt denn bitteschön auf die Idee, eine derart feine und zarte Blüte nach einem norditalienischen Kuhmilchkäse zu benennen?)

In diesem Jahr spielten Bäume in den Showgärten nur eine Nebenrolle. Wenn man Bäume sah, dann waren es vor allem mehrstämmige, niederwachsende Sorten. Dafür gab es unzählige spannende Ziersträucher zu bewundern. Wir haben uns in Viburnum plicatum „Kilimandjaro“ verguckt. Der Japanische Pyramiden Schneeball wird nicht allzu hoch. Er besticht durch einen eigentümlich knurrigen Wuchs und viele, viele sternförmige weiße Blüten im Frühjahr. Ein wirklich hübscher Solitär. Im Herbst färben sich die Blätter in ein flammendes Rot. Die Früchte sind bei Vögeln ziemlich beliebt. Der Japanische Schneeball ist ein Flachwurzler, er liebt durchlässige, leicht feuchte Böden.

Sterndolde „Roma“ – Astrantia major „Roma“ ist ein Traum in Rosa. Sterndolden haben es uns eh angetan – aber diese hier wächst wunderschön buschig und aufrecht. Die Blüten changieren in von silbrig rosa über altrosa bis hin zu einem satten und kräftigen Rosa.

Gräser jeder Art waren die Stars in vielen Chelsea-Gärten – vom Großen Zittergras über Federgras bis hin zu dieser zauberhaften Mähnen-Gerste (Hordeum jubatum), an der ich mich nicht satt sehen konnte. Sie war in Kombination mit Adonis annua, dem Herbst Adonisröschen gepflanzt, und diese beiden Kollegen verstanden sich ganz wundervoll. Die kleinen knallroten Blüten des Adonisröschen blitzen zwischen den silbrigen Ähren der Mähnen-Gerste und sorten dafür, dass so gut wie jeder Besucher der Show an dieser Stelle sein Mobiltelefon zückte um ein klein wenig dieser Pracht mit nach Hause zu nehmen.

Zwei versteckte Schönheiten, die mir in das Auge gesprungen sind waren (links) die Sumpf-Kratzdiestel (Cirsium palustre) hier in einer eher unkratzigen Form. Die Blüten dieser zweijährigen Pflanze haben eine eigneartige Form. Sie stehen auf hohen Stängeln und haben hübsche lila Blüten. Die Pflanze vermehrt sich durch fleißig Rizome und Samenflug. Der Standort will also klug gewählt sein. Der Argentinische Grasschwertel (Sisyrinchium striatum) blüht mit zarten gelben Blüten von Mai bis Juni. Er bildet mit der Zeit größere Horste.

Wie die Züchter auf Chelsea es hinbekommen haben, diese hübsche Pimpinella so klein zu halten, ist mir ein Rätsel. Denn normalerweise bildet Pimpinella major „Rosea“ beachtlich große Stauden aus, die bis zu 80 cm hoch werden können. Die zartrosa Blütendolden der Rosablühenden Bibernelle erscheine von Juni bis September und sind ein Insektenmagnet. Eine wirklich schöne Wildstaude, die mit ihrer Luftigkeit schöne Akzente in das Beet zaubert.