the golden Rabbit

Eine Familie höchst eigenartiger Holländer.

Eigentlich, ist Jaap Sneeboer schuld daran, dass es den Golden Rabbit überhaupt gibt. Als ich vor vielen Jahren die Idee hatte, einen Online-Gartenshop ausschließlich mit den besten und feinsten Gartenwerkzeugen und ohne ChiChi zu gründen, da waren die extrem sorgfältig handgeschmiedeten Werkzeuge von Sneeboer & Zn. als Herzsortiment gesetzt. Ohne dieses Sortiment machte das Vorhaben schlicht keinen Sinn. Ich habe dann in tiefer Nacht eine Mail an Jaap geschickt und demütig um Einlass in den Händlerkosmos gebeten. Jaap hat mir sehr freundlich zurückgeschrieben. Die Mail lautete knapp zusammengefasst in etwa so: „Wir können nicht jede Maus, die Nachts auf die Idee kommt, einen Gartenladen zu eröffnen, beliefern. Herzliche Grüße, Jaap Sneeboer“. Diese Antwort hat mich so geärgert, dass ich mich kurzerhand in das Auto gesetzt habe und 300 km nach Bovenkarspel gefahren bin, um die Maus dort vorzustellen. Es stellte sich heraus, dass Jaap und Wilma Sneeboer zauberhafte, lustige und ziemlich nette Leute waren. Die Mausgeschichte war vergessen und eine wunderbare Zusammenarbeit nahm ihren Lauf. Wenn man sich den kleinen Jaap oben rechts im Bild anschaut, wie er seinem Großvater XXX in der Schmiede hilft, kann man ihm so oder so nicht mehr böse sein. Am 16. September dieses Jahres ist der 11 Jahrestag dieses eigenwilligen Schriftverkehrs. Höchste Zeit, Ihnen, Sneeboer, dieses höchst eigenartige holländische Familienunternehmen einmal etwas näher vorzustellen. Erklärt es doch, warum Sneeboer-Geräte zwar teuer, aber doch jeden Cent wert sind ….

1886 der erste Sneeboer betritt die Werkstatt …

Auch große Bäume entstehen aus einem Samenkorn. Die Geschichte der (unserer Meinung nach) besten Gartengeräte Schmiede Europas beginnt in Amsterdam an einem kalten Januartag im Jahr 1886 mit der Geburt des kleinen A.J. Sneeboer – „Arie“ genannt. Die Welt ächzte unter der großen Weltwirtschaftskrise. Die Landbevölkerung drängte, auf der Suche nach Arbeit, in die großen Städte. Der 26-jährige Arie, eigensinnig wie ein echter Sneeboer, schlug den entgegengesetzten Weg ein und ging aufs Land. Im kleinen Dorf Grootebroek in Nordholland kaufte er ein Grundstück und stellte darauf eine kleine Werkstatt mit einem  damals noch ziemlich coolen, weil gerade neu auf den Markt gekommenen, Federfallhammer (ein mechanischer Schmiedehammer) und gründete dort am 30. Januar 1913 seine Schmiede. Er nennt sie schlicht „Sneeboer“ – and this is where the magic begann …

1913: Clever und innovativ von Anfang an …

In jener fernen Zeit, wurden Gartengeräte aus zwei Arten Eisen hergestellt: Stahl oder Puddeleisen. Der Stahl war hart aber neigte zum Brechen. Das Puddeleisen war weich, elastisch und zäh – neigte aber zum Verbiegen. Arie Sneeboer arbeitete daran, ein besseres Verfahren zu erfinden. Er verwendete zwei Streifen Puddeleisen und verband diese mit einem Streifen Stahl. Ähnlich wie es die japanischen Schwertschmiede schon seit Jahrhunderten machten. Das Ergebnis: ein Gartengerät, dessen Blatt hart aber zugleich elastisch ist. Das Geschäft lief blendend. Die Qualität sprach sich schnell herum und Arie verkaufte nicht nur selber viele Werkzeuge, sondern stellte auch Stahlrohlinge aus dieser Legierung für andere Schmieden her. Bald musste eine neue, größere Schmiede her. Dann kam der erste Weltkrieg. Arie wurde an die Front einberufen. Die Welt widmete sich ihrer Zerstörung, und die Geschäfte ruhten.

1919 – 1949: Arbeiten zwischen den Kriegen 

Über die Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg ist die Sneeboer-Geschichte ziemlich löcherig. Festzuhalten ist vielleicht noch, dass Arie und seine Frau Anna die stolze Zahl von 10 Kindern hatten. Drei von ihnen, seine Söhne Kees, Paul und Teun arbeiteten in der Schmiede an der Seite ihres Vaters. Nachdem beide Kriege über Europa gerollt waren, nahm die Schmiede ihren Betrieb wieder voll auf. Die Kriege hatten die Entwicklung von hochrobustem Edelstahl befeuert. Nun wurde dieser Stahl auch bei Sneeboer für die Gartenwerkzeuge eingesetzt. Wie schon 1913, war die Schmiede auch jetzt ein Pionier in Sachen Qualität.

1955 die nächste Generation übernimmt die Schmiede …

Im März 1955 übergibt Arie die Schmiede an Paul, Teun und Kees. Die nächste Generation Sneeboer steht bereit, den Markt der Gartengeräte zu rocken. Das Geschäft boomt, 1963 zieht die Schmiede in eine 6-mal so große Halle um. Ein mutiger Schritt, denn am Horizont der Weltgeschichte zieht neues Unheil auf. Die Ölkriese reißt die Welt 1973 von den Beinen. Energie war auf einmal Mangelware, die Inflation zog an und der Wirtschaftsmotor fing an zu klappern (irgendwie kommt einem das im Jahr 2026 bekannt vor). Die neuen Hallen waren groß, viel zu groß, das Geschäft verlor an Schwung. Die drei jungen Schmiede standen im kalten Wind. Findig, wie so ein Sneeboer eben ist, begannen sie, den Handel über Nordholland hinaus zu intensivieren. Der erste Verkauf an einen ausländischen Kunden waren stolze sechs Spaten an das britische Landwirtschaftsministerium. Aber die Aussichten blieben trübe, und die 1970er Jahre gehören zu den Jahren, die man in einer Firmenchronik herzlich gerne vergessen würde.

1984: Disruption, Wagemut und durchzechte Nächte …

Das Gute wie auch das Schlechte ist ja bekannterweise nicht von Dauer und auch das schlimmste Jahrzehnt ist irgendwann zu Ende. Das Unternehmen war mit Ach und Krach durch diese schweren Jahre gerudert. 1984 übernehmen Jaap Sneeboer und seine Frau Wilma Peelen die Schmiede. Und man muss sich die beiden auf dem Bild nur kurz anschauen, um zu wissen: Es beginnen neue Zeiten bei Sneeboer! Irgendwie sehen sie so aus, als wären sie gerade aus der Disco gekommen und gleich zur Arbeit gegangen. Das waren noch Zeiten! Das Power-Couple schmeißt so ziemlich alles um, was bisher galt. Bloß eines nicht: Qualität bleibt nach wie vor die DNA von Sneeboer. Ihr wird ab jetzt alles untergeordnet. Für Jaap wäre es vermutlich eine persönliche Beleidigung, nur das zweitbeste Werkzeug Europas herzustellen. Er ist der tüftelnde Kopf hinter der perfekten Balance der Spaten, der ausgeklüngelten Konstruktion der Laubrechen und der unzähligen kleinen Helfer, die den Gärtnern schon immer gefehlt haben. Und Wilma fände es wohl unerträglich wenn der Laden nicht reibungslos laufen würde. Mit ihrer Kraft und Kompromisslosigkeit haben die beiden Sneeboer zu dem gemacht, was es heute ist. Die Top Marke für Profigärtner und für alle, die bestes Gartenwerkzeug schätzen.

2023: Schmiede 2.0, CO₂ neutral, jung und schwer international.

Im Jahr 2023 haben Jaap und Wilma die Firma an ihre Kinder Sjoerd und Laura übergeben. Was nicht heißt, dass man sie nicht mehr in der Firma findet – aber man findet Jaap nun deutlich öfter auf dem Rennrad, bei einer Tour von Holland nach Spanien oder der komplett irren Überquerung übel hoher Berge. Die neue Generation hat mutig mit der weiteren Modernisierung des Unternehmens begonnen: Das gesamte Dach der Produktionshalle wurde mit Solarmodulen bestückt. Neben die alten, koksbefeuerten Schmiedefeuer wurden moderne, elektrische Induktionsgeneratoren gesetzt, die die Hitze noch präziser und gleichmäßiger erzeugen können (wenn auch nicht mehr ganz so spektakulär aussehen) und die ihre Energie vollständig vom Solardach beziehen. Das bedeutet noch höhere Qualität, 6.000 kg weniger verbrannter Koks und eine CO₂ Reduktion von ca. 18,6 Tonnen pro Jahr. Sneeboer Gartengeräte sind nun rund um die Welt zu finden.

Natürlich auch im Golden Rabbit… Auch wenn das noch niemand ahnen konnte, als ich am 22. Oktober 2015 vor der Schmiede in Bovenkarspel mit klopfendem Herzen die Autotür hinter mir geschlossen habe und auf das große Gebäude zugegangen bin.

Eine Schaufel ist kein Spaten!

Dieses Sneeboer-Video wollte ich Ihnen schon lange einmal zeigen. Aber um ehrlich zu sein, ich traue mich nicht so recht, es in einen Newsletter zu stecken. Es ist schon etwas sehr speziell. Auch wenn es den Unterschied zwischen einer Schaufel und einem Spaten sehr merkfähig erklärt. Es ist die Arbeit eines einem coolen Studententeams der Filmhochschule Baden-Württemberg. Aber sehen Sie selbst ….Einfach auf das Bild klicken! Aber auf eigenes Risiko!

♥Aber nun Butter bei die Fische!

15 Gründe warum Sneeboer Gartenwerkzeug das Beste ist:

Die Aufgabe bestimmt das Design des Gartengeräts. Sneeboer Geräte sind unschlagbar schlau gestaltet. Sie wurden (und werden) im Austausch mit Gärtnern über Jahrzehnte kontinuierlich verbessert.

Gefertigt aus dem hochwertigstem Edelstahl.
Stück für Stück sorgfältig von Hand geschmiedet.
Ausbalanciert im Gewicht.
Perfektes Verhältnis von Griff zu Klinge.
Dicke, robuste Griffe und Stiele aus bestem Eschenholz.
Lange Sockelverbindungen von Edelstahlblatt und Stiel bzw. Griff.
Edelstahlblätter mit Stiel vernietet und verklebt.
Bei den Handgeräten ist das Blatt mit einem Dorn tief im Griff verankert, verklebt und mit einem Ring verkeilt.
Tritte auf den Spatenblättern.
Leicht gebogene Spatenblätter an denen die Erde nicht hängen bleibt.
Ergonomisch optimierte Griffe und Stiele geben den Händen Halt und erleichtern die Arbeit.
Fein glatt geschliffene Griffe und Stiele sind gut zu den Handinnenflächen und verletzen die Hand nicht.
Blätter geschärft und jederzeit nachschärfbar.

Extrem langlebig!
Ein Sneeboer Gartengerät kauft man für sich, für die nächste und für die übernächste Gärtnergeneration.